Freitag, 12. Dezember 2008

Führerschein zu Weihnachten

Um mich von brechend vollen öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Fahrradfahren bei -10 °C und Wind made in Siberia zu emanzipieren beschloß ich vor einigen Wochen einen chinesischen Führerschein zu beantragen. In China gilt der europäische und der internationale nicht, man kann aber durch Vorlage des jeweiligen und dem Ablegen einer theoretischen Prüfung die chinesische Lizenz bekommen.
Kurz entschloßen machte ich mich auf den Weg zum Büro der Verkehrspolizei, einem monumentalen Wolkenkratzer am vierten Autobahnring. In der Eingangshalle wurde ich erst einmal wie so oft in China von der unvorstellbaren Masse überwältigt. Zig Schalter in einer Reihe, aus Mikrofonen schnatterte es in einem Fort, Leuchtschriften liefen die Wand entlang, und hunderte von Menschen die mit Papierkram beschäftigt sind. Bevor ich in der Masse der Wartenden untergehen konnte fing mich eine hübsche Empfangsdame ab und geleitete mich in das Foreign Affairs Office.
Dort hieß es erstmal eine Hand voll Formulare ausfüllen, und zwar auf Chinesisch. Deshalb hatten die meisten Ausländer auch einen einheimischen Schreiber dabei. Dann wurde noch eine Übersetzung meines bestehenden Führerscheins verlangt, ich durfte aber selber übersetzen. Ich hoffe das chinesische Verkehrsministerium hat meinen Blog nicht abboniert, denn ab hier habe ich geschummelt. Zuerst einmal ging es nur um die Hubraumzahl des Mopeds in meinem Führerschein, die ich etwas nach oben korrigierte. Dann wurde ich ins Krankenhaus geschickt - Gesundheitscheck machen.
Natürlich kann man von einem Krankenhaus in China nicht erwarten dass man alleine oder mit mindestens fünf Meter Abstand zum nächsten Hilfesuchenden am Empfangstresen steht. Sowas gibt es nur in Deutschland. Die Krankenschwester hinter der Theke schien aber völlig konzentriert und geduldig den Leuten Auskunft zu geben, und zwar in einem Tempo der dem Menschenstrom absolut gewachsen war. Freundlich und in Sekundenschnelle bekam ich meine Antwort: "Turm B, 16. Stockwerk rechte Seite". Eines muss man wirklich sagen. Asiaten sind wenn es um die Bewältigung von so schwierigen Situationen geht wirklich effektiver als wir. Die Empfangdame in Deutschland hätte erst mal ihr "das hättest du aber wissen müssen" und dann ihr "das hab ich heut schon mindestens zehn mal gesagt" Gesicht aufgesetzt dass einem die Lust vergeht.
Der Gesundheitscheck kostete nur einen Euro (den ich umständlicherweise 2 Stockwerke tiefer abgeben musste) und bestand eigentlich nur aus dem von mir so gefürchteten Sehcheck. Eigentlich sehe ich ja gut, nur wenn man mir das rechte Auge zuhält seh ich kaum noch was. Die Krankenschwester wies mich an ein Auge zuzuhalten und zeigte auf ein paar "E" auf einer Tafel, bei denen ich dann die Richtung der Füßchen angeben musste. Während sie mein (gutes) rechtes Auge abfragte merkte ich mir die Richtungen in dieser Reihe. Als mein (schlechtes) linkes Auge dran war konnte ich nur erkennen das wievielte Zeichen in der Reihe sie meinte, und verband das dann mit der Richtung die ich mir vorher gemerkt hatte - erfolgreich. Sie lobte meine guten Augen und hämmerte den gewünschten roten Stempel auf das Formular.
Als letztes stand nur noch eine theoretische Prüfung an. Dabei handelt es sich um einen Computertest, der in insgesamt 8 Sprachen abgelegt werden kann - sehr komfortabel. Ich bereitete mich jedoch nicht auf die deutschen Fragen vor, da die Übersetzungen so viele Grammatikfehler enthielten dass man manchmal den Sinn nur schwer verstand. Bei den englischen war das etwas besser.
Hierbei stießen besonders Fragen zu Benimmregeln auf mein Interesse, hier einige Beispiele: "Der Fahrer verspürt während der Fahrt das Bedürfniss zu spucken, was ist erlaubt? A: Aus dem Fenster spucken, B: Auf den Boden des Fahrzeugs spucken oder C: In ein Taschentuch spucken das er dann ordnungsgemäß im Mülleimer entsorgt?" oder "Wenn ein Fahrzeug Gurte eingebaut hat, wie muss man sich verhalten? A: Anschnallen ist freiwillig, B: Fahrer und Beifahrer müssen sich anschnallen oder C: Die Gurte sind für Gebpäckstücke gedacht?" Bei letzterer Frage brauchte ich ersteinmal eine Weile um zu realisieren, dass die für mich richtige Antwort, nämlich alle anschnallen, gar nicht zur Auswahl steht.
Bei der Prüfung dann merkte ich recht schnell, dass ich mich für die falschen Fragen vorbereitet hatte, aus was für einem Grund auch immer. In diesem Fall war es fast unmöglich den Test zu schaffen, denn man brauchte 90% richtige Antworten. Doch auch hier half mir das Glück. Nach einer Viertelstunde Test zeigten auf einemal alle Computer einen Fehler an. Die Polizisten wußten nicht so recht wie sie damit umgehen sollten und wiesen uns an den Test erneut zu starten. Doch nach einer Viertelstunde kam derselbe Fehler wieder. Daraufhin teilten sie schriftliche Prüfungsbögen aus, auch jedem in seiner Sprache.
Nach dem ich meinen Bogen ordungsgemäß aber mehr geraten als gewußt ausgefüllt hatte warf der Polizist einen sehr ernsten Blick darauf, tat so als prüfe er stichprobenartig einzene Antworten (ich bin mir ganz sicher, dass er das nicht tat und auch kein Englisch verstand) während ich so tat als habe ich es ganz eilig und er möge doch bitte schnell den gewünschten roten Stempel drauf hämmern. Das tat er dann auch. Damit hatte ich meinen Führerschein. Auf der Suche nach Mietwagen im Internet fiel mir dann auf, dass es bei den meisten Anbietern den Fahrer kostenlos dazu gab, also du mietest ein Auto und wenn du willst bekommst du einen Fahrer kostenlos dazu.

Samstag, 1. November 2008

Schrei doch nicht so!

Das denk ich mir meistens auf meinem Weg zur Uni, und damit meine ich die öffentlichen Busse. Neben dem Busfahrer in Peking sitzt in jedem Bus noch eine Fahrkartenverkäuferin, die auch dafür zuständig ist im Bus und ausserhalb des Busses Ordnung zu schaffen. Beim Einsteigen drönt neben den automatischen Ansagen auf Chinesisch und Englisch ("Welcome to Beijing Bus line number 909") auch die Stimme der Busbegleiterin durch das Mikrofon: "Schnell, einstegen, Karte entwerten... nach hinten aufrücken, nach hinten rücken... he ihr da, rückt auf, schnell!"

Die meisten Busse sind von innen sehr modern ausgestattet, mit Fernsehern und berührungslosen Fahrkartenentwertern, dennoch sind sie fast zu jeder Zeit brechend voll. Sobald der Bus losfährt geht das Geschnatter weiter: "Our next stop is Yonghegong Lama Temple, passengers please prepare to get off. Please leave the bus at the rear door. Please take care when you get of the bus. Thank you for taking Beijing Bus...".

Noch viel schlimmer ist das Ganze wenn man sich außerhalb des Busses befindet, zum Beispiel als Fahradfahrer im Verkehr. Da die Wirkung von Hupen im Pekinger Verkehr schon fast ganz ausgereizt ist haben die Busse Außenmikrofone, die zum Beispiel automatische Ansagen wie "Achtung, ich fahre in die Kurve - achtung, ich fahre in die Kurve..." aufsagen. Genügt das noch nicht um etwa einen widerspenstigen Fahrradfahrer aus dem Weg zu scheuchen hat die Busbegleiterin die Möglichkeit manuell etwas nachzuwürzen. Dazu schaltet sie ihr Mikrofon auf aussen und brüllt, dass es einem ganz schön durch die Ohren weht: "Weg da, weg da, schnell, wir müssen hier lang, achtung weg da...".

Da vor den olympischen Spielen fast jeden Monat eine neue U-bahnlinie eröffnet wurde, ist das auch eine Alternative zum Bus geworden. Die U-bahnen sind die modernsten die ich je gesehen habe, viel besser als die bei uns in Europa. Allerdings leider auch meistens überfüllt (wie in Japan gibt es hier auch Bahnsteigaufseher, die die Leute in mit den Händen in die Züge drücken) und den Geräuschmüll wie im Bus muss man auch über sich ergehen lassen.

Freitag, 19. September 2008

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Als ich eines Tages so mit Fang Fei durch Peking bummelte begegnete uns etwas, was in China eigentlich ganz normal ist. Es beschäftigte uns aber so lange, dass ich es hier festhalten möchte: Wir befanden uns auf einer ganz normalen Straße in einem durchschnittlichen Viertel Pekings. Der Gehsteig war auch hier mindestens 5 m breit und gesäumt von kleinen Buden und Geschäften denen grundsätzlich mehr Krach, Gerüche und Lichtgefunzel entströmt als man ihnen ihrer Größe nach zutraut.
Eingequetscht zwischen zwei Geschäften befand sich eine ungefähr 1 m breite Öffnung. Der dahinter liegende Raum genauso breit und ungefähr 4 m tief. Die Wände schwarz vor Ruß und Dreck, im Innern ein unüberschaubares Durcheinander. Man konnte einen großen Ofen ausmachen und einen schmalen Tisch. Dahinter zwei mehlige Gestalten die fleißig Teig kneten und ihn zu Fladen verarbeiten sowie eine Frau die die fertigen Waren an der 1 m breiten Theke verkaufte. Drei Leute auf 4 m², wovon mindestens einer für den Ofen war!
Davor stand eine Schlange Leute die bis auf die Strasse reichte. Wir standen gute 20 min bis wir drankamen. Der Mann vor uns war auch noch so dreist alle vorhandenen Fladen zu kaufen plus die gesamte nächste Ladung. Wir kauften auch eine Ladung, d. h. ein Blech, einfache Fladen aus Mehl, Öl, Salz und Sesam. Ich kann jedoch nicht behaupten das lange Warten hätte sich nicht gelohnt.
Das ist wirklich sehr typisch für China. Nichts geht hier über die Qualität des Essens, und nur das Beste ist wirklich gut genug. Diese armselige Bude gehörte keiner Kette an, die sich etwa durch Werbung einen Namen verschaffen kann, sie hatte nicht einmal ein Namensschild. Allein durch Mund-zu-Mund-Propaganda konnte sie so bekannt werden. Es gibt genügend solcher Buden an denen so gut wie niemand etwas kauft.
Man kann dieses Phänomen recht oft beobachten. Vor Restaurants nehmen Leute Stunden von Wartezeit in Kauf um dort zu essen (Szenen, die man bei uns nur von der Neueröffnung eines Mediamarktes kennt). Auch erkundigen sich viele Chinesen bevor sie in eine andere Stadt fahren bei Bekannten (oder neuerdings in Internetforen) welches dort das beste Restaurant ist, welches das berühmteste Gericht, wo man am besten was für eine örtliche Spezialität einkauft. Wenns ums Essen geht sollte man das nicht dem Zufall überlassen.
Gerade als wir auf unsere Fuhre Fladen warteten kam per Rikschakurier Nachschub an Rohstoffen: vier Säcke Mehl, zwei Kanister Öl, ein Sack Sesam, ein Sack Salz. Auf unsere Nachfrage bestätigten sie, dass das die Tagesration sei. Wir begannen zu rechnen. 8 Mao (der Preis für einen Fladen, entspricht ungefähr 7 Cent) mal 20 (so viele Fladen passen auf ein Blech) mal 30 (alle zwei Minuten ein Blech, bedeutet 30 Bleche in der Stunde) mal 10 Stunden am Tag ergibt 4800 Yuan Umsatz pro Tag. Davon kann man vier mal 800 Yuan monatliches Gehalt für die Angestellten (einer hat immer frei), 500 Yuan Miete mit Strom, jeweils durch 30 Tage, sowie Kosten für Rohstoffe und Sonstiges pro Tag von ca. 300 Yuan abziehen. 
Das wären wir dann bei 4350 Yuan täglichem Gewinn, das sind gut 400 Euro pro Tag, oder 12.000 Euro pro Monat. Davon läßt sich als Besitzer so einer kleinen Bude schon leben, zumal die Investitionskosten nach einer Woche locker wieder drin sind. Einzige Bedingung, die Fladen müssen wirklich gut sein, nicht nur gut, es müssen die besten im ganzen Stadtviertel sein. Aber wie ihr seht kann man es auch in China vom Tellerwäscher zum Millionär bringen, man muss nur gut sein.

Donnerstag, 18. September 2008

Gefangen in den Bergen


Um 2:30 morgends wurden wir durch laute Stimmen und Taschenlampen geweckt. Uns rutschte das Herz in die Hose. Wir blieben mucksmäusschenstill liegen und warteten ab was passieren würde. Zu dem Zeitpunkt befanden wir uns auf knapp 2900 m und 20 m unterhalb des Dongtai Gipfels, des höchsten Berges in der Provinz Hebei. Unser Zelt wurde von dem starken Wind gegen den Berg gedrückt, auch war unser Schlafplatz alles andere als eben, weich und warm. Aber stolz am vorherigen Tag 1600 Höhenmeter geschafft zu haben hatten wir bis dahin ganz gut geschlafen. Nur mit Menschen hatten wir beileibe nicht gerechnet.

Die Gruppe Männer umringte unser Zelt und begann daran zu rütteln. Schließlich gaben wir unseren stillen Widerstand auf und fragten was los sei. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen Rettungstrupp handelte. Polizisten, Lastenträger, Bergretter und Sanitäter, insgesamt 10 bis 15 Mann. Sie erkundigten sich nach drei jungen Chinesen, die als vermisst gemeldet worden waren. Nachdem wir ihnen nicht weiterhelfen konnten sagte man uns wir könnten weiterschlafen.


Wahrscheinlich hatten sie sich bei uns auf dem Gipfel mit einem zweiten Trupp, der eine andere Route nehmen sollte verabredet, denn sie machten es sich neben unserem Zelt gemütlich und fingen an Witze zu reißen und laut zu lachen. Diese gute Laune um die Nachtzeit bei der Kälte und unter den Konditionen war uns rätselhaft. Auf die Frage, warum sie ausgerechnet neben unserem Zelt so einen Lärm machten sagten sie da sei es am wärmsten. Also ließen wir die armen Männer weiterhin unsere Abwärme nutzen und versuchten wieder zu schlafen.


Am nächsten Morgen hatten wir einen wunderschönen Sonnenaufgang vom Gipfel und fingen früh mit dem Abstieg an. Wir hatten vor einen 1200 m hohen steilen Bergrücken hinabzuklettern bis in ein breites Flusstal, das uns wieder in die Zivilisation führen sollte. Aus dem Google-Bilderarchiv hatten wir eine sehr einfache Karte gefischt, auf der diese Route zu sehen war.

Nach 200 m Abstieg kam uns der Rettungstrupp mit den drei jungen Chinesen im Schlepptau entgegen. Man konnte allen die Anstrengung ansehen: vertrocknete Lippen, müde Augen. Die drei jungen chinesischen Wanderer sahen am schlimmsten mitgenommen aus. Nach eigenen Angaben hatten sie am Tag zuvor den selben Weg einschlagen wollen wie wir, dann aber mitten in der Steilwand die Spur verloren und schließlich eingeklemmt von Felswänden nicht mehr zurückgefunden. So hatten sie einen Notruf abgegeben und die ganze Nach ohne Schlaf und Wasser in der Steilwand zugebracht.


Die Bergretter sagten uns, es gebe an dieser Stelle keinen Weg, und seitdem diese Karte (die wir auch hatten) im Internet kursiere, müssten sie wohl regelmäßig ausrücken und Vermißte einsammeln. Heilfroh, dass wir die Gruppe getroffen hatten überlegten wir uns eine andere Route und verabschiedeten uns. Im Notfall hätten wir nicht einmal ein Handy dabei gehabt. Die neue Route war allerdings einiges länger, so dass wir bei Einbruch der Dunkelheit nicht wie geplant wieder in der Zivilisation ankamen. So verbrachten wir noch eine Nach im Zelt, ohne Essen aber zum Glück mit genügend Wasser.

Mittwoch, 17. September 2008

Im Sicherheitsbereich

Jeden Tag radel ich rund 30 km von meiner Wohnung in Gaobeidian District (Ostpeking) zu meiner neuen Uni in Haidian District (Nordpeking) und 30 km wieder zurück. Dank des 4. Autobahnringes kann ich die Ampeln auf dem Weg an einer Hand abzählen, so komm in einer guten Stunde durch. Auf dem Weg liegt auch das Olympiastadion, in dem ja gerade noch die Paralympics stattfinden. Eines Tages fuhr ich also Richtung Olympiastadion als sich der Verkehr ein Kreuz vor dem Stadion staute. Von ferne sah ich einen Konvoi Polizeiwagen, die das Kreuz besetzten. Ich vermutete einen Unfall und schlängelte mich wie gewohnt durch die Blechlawine.
Als ich näher kam sah ich, dass die Polizei dabei war den Verkehr nach Süden umzulenken, was aber nun gar nicht meiner Richtung entsprach. Ich fuhr weiter und plötzlich war der Stau zu Ende. Hinter mir hörte ich jemand schreien, aber ich realisierte in dem Moment nicht, dass das mir gegolten hatte. Kräftig in die Pedale tretend entfernte ich mich schnell vom Stauende, und merke allmählich dass ich mutterseelenallein auf dem 14-spurigen Expressway fuhr.
Der Seitenstreifen war vollgeparkt mit Fahrzeugen von Polizei und Armee. Plötzlich wimmelte es auch auf der Autobahn von Beamten. Ich schien sie aber nicht weiter zu stören, viele schauten mir nur neugierig nach. Ich glaube nicht, dass ich aussah wie einer der eine Sondergenehmigung hat (die kommen meistens mit schwarzen Limousinen), und auch mit einem Wettkampfteilnehmer konnten sie mich eigentlich nicht verwechseln.
Unter einer Brücke hatte sich eine Kolonne Soldaten breitgemacht, nicht mit Helm und Maschinengewehr, sondern jeder hatte ein kleines Klapphöckerchen dabei und ein fettes Lunchpacket. Hätte das ganze in Amerika stattgefunden, hätte ich wahrscheinlich längst ein Gummigeschoss am Kopf und eine Tränengasgranate vor der Nase, aber die Chinesen sind friedliche Leute.
Ich fuhr so unauffällig und vorsichtig weiter wie ich konnte. Nach zwei Kilometern, am nächsten Autobahnkreuz war die Sperre zu Ende und ich gesellte mich wieder zu dem übrigen Verkehr. Einerseits war ich froh, dass ich so ungeschoren davonkam, andererseits kamen mir ein wenig Zweifel auf über den Nutzen dieser Hundertschaften von Soldaten und Polizisten, wenn schon ein einziger Fahrradfahrer aus Versehen die Sperre durchbrechen kann.